Jahresbericht 2016

Das Jahr 2016 war geprägt vom Todesfall unseres Stifters Werner Messmer. Kurz nach seinem 89. Geburtstag verstarb Werner Messmer am 21. Mai 2016 im Krankenhaus Radolfzell. Noch kurz zuvor, nämlich am 3. Mai, war es ihm vergönnt die Enthüllung einer ihm gewidmeten Skulptur im Stadtgarten von Radolfzell vorzunehmen.
Im Kreis vieler Freunde fand am 6. Mai 2016 eine dem Gesundheitszustand angemessene Geburtstagsfeier „im Häuslegarten“ statt. Herr Messmer ließ es sich nicht nehmen, trotz körperlicher Schwäche und von der Krankheit sehr gezeichnet, noch einmal mit vielen Freunden und Bekannten seinen Geburtstag zu begehen. Stiftungsorgane - 2 Stiftungsratssitzungen in 2016
Bei der im Juni durchgeführten Stiftungsratssitzung wurde ein neues Mitglied einstimmig in den Stiftungsrat aufgenommen und zwar: Hermann Leiz. Die Mitglieder des Stiftungsrats werden für eine Zeit von 5 Jahren gewählt. Die somit notwendigen Wahlen wurden wie folgt durchgeführt und für weitere 5 Jahre wurden gewählt: Brigitte Aumayer, Christine Bihler, Jürgen Krüger, Martin Schäuble, Kurt Meier. Für Martin Staab und Christof Stadler waren nach 3-jähriger Zugehörigkeit noch keine Wahlen erforderlich. In einer 2. Stiftungsratssitzung im November verabschiedeten Stiftungsrat und Stiftungs-vorstand Geschäftsordnungen für beide Gremien. Auch wurde ein Spendenausschuss etabliert und folgende Mitglieder wurden gewählt: Hermann Leiz, Martin Schäuble, Christof Stadler, sowie die amtierenden Vorstandsmitglieder – sowie ein Strategieausschuss mit den Mitgliedern: Christine Bihler, Jürgen Krüger, Martin Staab, sowie die Mitglieder des Vorstandes. In beiden Ausschüssen ist kraft Amtes der Vorsitzende des Stiftungsrats ebenso vertreten.

Finanzlage

Für die Stiftung war 2016 ein erfolgreiches Jahr gemessen an den Ertragsausschüttungen mit neuen Höchstständen. Durch die Vermächtnisse vom Stifter Werner Messmer erfuhr die Stiftung eine erhebliche Aufstockung auf insgesamt ca. 38 Millionen Euro. Das Stiftungs-vermögen ist nunmehr aufgeteilt zu ca. 80 % in Wertpapiervermögen und ca. 20 % in Immobilien. Die Aufstockung des Stiftungskapitals wird sich erstmals im Jahr 2017 in erhöhten Zins und Mieteinnahmen auswirken. Erstmals wurde für die Stiftung eine Bilanz mit G u V erstellt durch das WP-Büro Christian Schienle & Kollegen. Die vorbereitenden umfangreichen Buchungsarbeiten wurden dankenswerterweise vom Vorstandmitglied Petra Bialoncig in enger Abstimmung mit der Steuer-und WP-Kanzlei ausgeführt.

Die im Jahr 2016 vereinnahmten Erträge der Stiftung belaufen sich auf ca. 3.5 % auf das durchschnittliche Stiftungsvermögen von ca. 14. Mio.

Den satzungsgemäßen Aufgaben kam die Stiftung nach und konnte die über 150 eingegangenen Spendenanträge größtenteils erfüllen. Anträge, die nicht dem Satzungszweck entsprachen, wurden den Antragstellern mit entsprechenden Begründungen zurückgereicht. Das Volumen der Ausschüttung betrug €uro 460.000.
Um den satzungsgemäßen Zweckbestimmungen entsprechenden Nachdruck zu verleihen haben die Stiftungsgremien folgende prozentuale Spenden-Aufteilung verabschiedet:
Förderung der Altenpflege: 10 %
Förderung von Sport, Kunst und Kultur: 20 %
Förderung von Bildung und Erziehung: 20 %
Förderung der Jugendhilfe 10 %
Förderung der Wissenschaft u. Forschung: 10 %
Förderung des Heimatgedankens: 5 %
Förderung des Gesundheitswesens: 10 %
Sonderprogramme (unvorhergesehenes) 15 %

Die Nachlassregelung des Gesamtvermögens von Werner Messmer wurde gemäß Erbvertrag durch den Testamentsvollstrecker Karl Steidle vorgenommen. Soweit möglich wurden alle Vermögensanteile übertragen. Da für einige Beteiligungsformen handelsregisterliche Umschreibungen erforderlich waren, konnten nicht alle Beteiligungen im laufenden Jahr abgewickelt werden.
Bedauerlich waren gerichtliche Auseinandersetzungen, veranlasst durch den früheren Berater der Familie – Dr. Jörg von Schwabe. Diese konnten im Laufe des Jahres 2016 durch einen gütlichen Vergleich mit richterlicher Zustimmung zur Erledigung gebracht werden.

Ein trauriger Anlass muss noch angeführt werden. Bereits zum Ende des Jahres 2016 zeichnete sich eine schwere Erkrankung des stellv. Stiftungsratsvorstandes Jürgen Krüger ab. Leider mussten wir seinen Tod in den ersten Tagen des neuen Jahres beklagen. Mit Jürgen Krüger verlieren wir ein sehr kompetentes und erfahrenes Ratsmitglied. Er war als anwaltlicher Berater von Werner Messmer in sehr schwierigen Missionen tätig und konnte auf Grund seines großen Erfahrungsschatzes eine sehr komplizierte steuerliche Rechtsangelegenheit für Werner Messmer erfolgreich abschließen.

Ausblick

Die Kapitalmarktbedingungen machten auch im Jahr 2016 zusehends Kopfzerbrechen. Zinsen für Anleihen fallen im Prinzip aus, so dass wir uns auf neue – auch risikoreichere – Anlage-formen einlassen mussten. Dies wird auch für das Jahr 2017 zu erwarten sein.
ine Immobilieninvestition wird in 2017 in Angriff genommen und zwar der Bau des „Montessori-Kinderhauses“ für die als Mieterin auftretende Stadt Radolfzell. Die Abwicklung wird analog des „Caritas-Baus“ erfolgen, in dem die Stadt Radolfzell eine Rendite von 3.5 % auf die Investitionssumme an die Stiftung, unterlegt durch einen langfristigen Mietvertrag, zu bezahlen bereit ist.
Der Vorstand erwartet eine verhältnismäßig stabile Einnahmensituation aus Dividenden und Zinsen, sowie aus unterschiedlichen Mieteinnahmen und ist zuversichtlich die satzungs-gemäßen Aufgaben weiterhin erfolgreich durchführen zu können.

Dank gilt allen, die im Beirat und Vorstand sowohl ehrenamtlich, wie auch gegen Entgelt für die Werner und Erika Messmer-Stiftung arbeiten. Ein herzliches Dankeschön ergeht im Besonderen an die Stifterfamilie Werner und Erika Messmer.

Radolfzell, 19. April 2017

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